Punch Needle: Buchstabenbilder sticken

Punchen ist ein wenig wie malen mit Wolle. Diese Bilder schafft man mit ein wenig Geschick ohne große Vorkenntnisse.

Ihr braucht:

  • Punch Nadel
  • Wolle
  • Stickrahmen
  • Stoff (hier: gröberes Leinen)
  • Buchstabenvorlage
  • Klebestift
  • Stoffschere

Als erstes braucht ihr eine Buchstabenvorlage in der passenden Größe. Ich habe mich für selbstgezeichnete Buchstaben entschieden. Ihr bekommt aber unzählige Schriftarten im Internet, wenn euch das Selbstlettern nicht liegt.

Übertragt die Buchstabenvorlage auf euren Stoff. Das geht am besten mit einem Trickmarker, der nach einiger Zeit von allein oder mit ein wenig Wasser sofort verschwindet.

Der Stoff muss sehr straff gespannt werden, denn nur so bekommt ihr die Nadel vernünftig durch den Stoff und die Schlaufen ziehen sich auf der Rückseite nicht wieder auf. Also den Stoff schön ziehen und die Schraube ordentlich fest drehen.

Zum Punchen braucht ihr eine spezielle Nadel, die es in unterschiedlichen Größen gibt. Generell gilt, je größer die Nadel, desto dickere Wolle könnt ihr mit ihr verarbeiten.

Verwendet möglichst glatte Wolle (gerade zu Anfang), da sie besser durch die Nadel gleitet. Die Wolle nach Anleitung einfädeln (das ist je nach Hersteller anders) und los gehts.

Am besten erstmal den Rand punchen und anschließend das Innere “ausmalen”.

Die Nadel bis zum Anschlag durch den Stoff drücken. Durch das Wiederherausziehen entstehen die gröberen Schlaufen auf der Rückseite des Stoffes. Auf der Vorderseite sind die Schlaufen eher eng am Stoff anliegend und sehen ein wenig aus, wie mit der klassischen Nadel gestickt.

Die Nadel vorsichtig aus dem Stoff heben und eng am Stoff wieder einstechen. Zieht ihr die Nadel zu sehr hoch, gehen eure Schlaufen auf der Rückseite wieder auf.

Wichtig: Die Öffnung der Nadel muss immer in die Richtung zeigen, in die ihr stecht. Wenn ihr die Richtung beim sticken ändern wollt, dreht die Nadel, wenn sie im Stoff steckt.

Sollte euch mal ein Fehler passieren, könnt ihr ihn so aber ganz einfach ausgleichen. Die Schlaufen lassen sich problemlos wieder lösen.

Den überschüssigen Rand auf der Rückseite mehrmals einschneiden und dann mit Kleber (möglichst keinen Flüssigkleber, das gibt nur eine unnötige Sauerei) um den Stickrahmen fixieren.

Optional könnt ihr Textilkleber auf die Stickereirückseite aufbringen, damit die Schlaufen sich nicht lösen.

Eine Antwort schreiben