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Verpackungslizenzierung für eine nachhaltige Zukunft

    Lizenzero Blog Beitrag

    Seit Beginn der Corona-Pandemie haben viele ihre Zeit im Lockdown kreativ genutzt, um selbsthergestellte Produkte zu verkaufen, wodurch der DIY-Handel ein großes Wachstum erlebt hat. Der Marktplatzhandel hat daher während der Pandemie für viele neue Türen geöffnet. Wer neu im Bereich des DIY-Marktplatzhandels ist, hat vielleicht bereits von den Pflichten im Rahmen des deutschen Verpackungsgesetz (VerpackG) gehört, welches auch Hersteller und Händler von DIY-Ware betrifft, wenn sie gewerblich tätig sind.

    Das Verpackungsgesetz schreibt in Deutschland Herstellern und Händlern vor, die Verpackungen, die sie befüllen und in Umlauf bringen, kostenpflichtig zu lizenzieren. Das Gesetz löste damit 2019 die bis dahin geltende Verpackungsverordnung ab. Da im DIY-Bereich viele Händler ihre Produkte zumeist selbst verpacken und versenden, sind sie vom Verpackungsgesetz oftmals direkt betroffen. Aber was genau ist das Verpackungsgesetz? Welche Pflichten haben DIY-Marktplatzhändler und warum müssen Verpackungen überhaupt lizenziert werden? Wir klären gemeinsam mit unserem Partner für die Verpackungslizenzierung Lizenzero auf!

    Eure Pflichten im Rahmen des Verpackungsgesetzes

    Als DIY-Marktplatzhändler bist Du vor allem dann vom Verpackungsgesetz betroffen, wenn Du Verkaufsverpackungen (darunter fallen sowohl Produkt- als auch Versandverpackungen) in den Verkehr bringst, die dann beim Endverbraucher landen. In diesem Fall bist Du verpflichtet, Deine Verpackungen ab der ersten in Umlauf gebrachten Verpackung zu lizenzieren.

    Unter Produktverpackungen versteht man solche Verpackungen, die zum Schutz der Ware verwendet werden, wie zum Beispiel Kosmetikverpackungen oder Schachteln. Zu Versandverpackungen zählen Verpackungen, wie Kartons und Tüten, die dem sicheren Versandt und Transport der Ware dienen. Auch Klebeband, Pack- und weitere Füllmaterialien fallen in die Kategorie Versandverpackungen und sind damit lizenzpflichtig. Eine Mindestgrenze für Verpackungsmengen oder für den erwirtschafteten Umsatz wird im Rahmen des Verpackungsgesetzes nicht berücksichtigt.

    Neben der kostenpflichtigen Lizenzierung der eigenen Verpackungen schreibt das Verpackungsgesetz Händlern zwei weitere Pflichten vor. Somit lassen sich drei Pflichten festhalten:

    1. Registrierungspflicht: Wenn Du als DIY-Marktplatzhändler Verkaufsverpackungen in den Umlauf bringst, bist Du dazu verpflichtet, Dich im Verpackungsregister LUCID einzutragen. Es handelt sich dabei um ein öffentliches Register von der Behörde Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR), in dem alle registrierten Unternehmen aufgeführt werden. Das Register ist öffentlich, also für jedermann einsehbar, und ermöglicht es der ZSVR ihrer Funktion als Kontrollorgan des VerpackG nachzukommen.
    2. Lizenzierungspficht (oder auch gleichbedeutend Systembeteiligungspflicht): Nach der Registrierung bei LUCID hast Du die Pflicht, Deine Verpackungsmengen gegen ein Entgelt für die Rücknahme- und Recyclingprozesse bei einem dualen System zu lizenzieren. Mit unserem Partner Lizenzero lässt sich die Lizenzierung Deiner Verpackungen schnell und einfach abwickeln.
    3. Datenmeldepflicht: Als letzten Schritt musst Du die Verpackungsmengen, die Du bei Deinem dualen System lizenziert hast, auch in LUCID melden. Das bedeutet, Du gibst sowohl den Namen des dualen Systems an als auch die genauen Verpackungsmengen. Lizenzero-Kunden profitieren dabei von dem Mengen-Download-Tool des Anbieters, mit dem die Mengenmeldung schneller fehlerfrei erledigt ist.

    Detaillierte Informationen zu Deinen Pflichten kannst Du hier nachlesen.

    Hinweis: Wenn Du Deinen Pflichten zur Lizenzierung von Verpackungen nicht nachkommst, können Dir ein Verkaufsverbot, Abmahnungen von Wettbewerbern und Sanktionen von bis zu 200.000 Euro drohen.

    Lizenzero als Partner für schnelle und unkomplizierte Verpackungslizenzierung

    Mit unserem Partner Lizenzero, Experte im Bereich Verpackungslizenzierung, kannst Du das Lizenzieren Deiner Verpackungen schnell erledigen. Lizenzero ist der Onlineshop des anerkannten und seit 30 Jahren tätigen Dualen Systems Interseroh. Als duales System ist Interseroh dafür verantwortlich, die Entsorgungs- und Recyclingprozesse der in Verkehr gebrachten Verpackungen zu organisieren. Die Entgelte der Lizenzierung fließen direkt in diese Prozesse und unterstützen somit ein effektiveres Recycling von Verpackungen in Deutschland, durch das immer weniger natürliche Ressourcen verwendet werden müssen und stattdessen mehr Rohstoffe im Kreislauf geführt werden können.

    Lizenzero bietet Dir die Möglichkeit, das Thema Verpackungslizenzierung komplett online in nur drei Schritten zu erledigen!

    Profitiere von unserem Partnervorteil und sichere Dir jetzt 5 % Rabatt auf Deine Verpackungslizenzierung bei Lizenzero mit dem Code PWL5*.

    *Gültig bis zum 31.12.2021. Rabatt auf den Nettowarenwert. Keine Auszahlung möglich. Ein Gutschein pro Bestellung und Kunde einlösbar. Keine Kombination mit anderen Rabattaktionen möglich. Nachträgliche Einlösung nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Warum überhaupt Verpackungen lizenzieren?

    Jeden Tag werden Unmengen von Verkaufsverpackungen von Klein- und Großherstellern auf den Markt gebracht. Die Verpackungen enden dann, nachdem das Produkt erfolgreich zum Kunden geliefert wurde, im Hausabfall. Was passiert danach? Der Abfall muss gesammelt und dann – im Sinne des Umweltschutzes – bestenfalls möglichst sortenrein sortiert und verwertet werden.

    Eine Möglichkeit, weniger neuen Verpackungsmüll zu produzieren, besteht darin, Verpackungen mehr und mehr werkstofflich zu recyceln, das bedeutet zu wiederverwendbaren Recyclingrohstoffen aufzubereiten. Diese Rohstoffe können dann wieder zu neuen Produkten oder Verpackungen verarbeitet werden und im Kreislauf gehalten werden. Auf diese Weise kann die Abfallproduktion erheblich reduziert werden.

    Abgesehen davon, dass das Recyceln von Verpackungen weniger neuen Abfall produziert, sorgt es außerdem dafür, dass weniger Rohstoffe für die Produktion von Verpackungen verwendet werden müssen und durch die verringerte Produktion auch weniger Treibhausgase ausgestoßen werden. Einige der natürlichen Ressourcen, wie zum Beispiel das Erdöl, stehen nicht unendlich zur Verfügung. Erdöl wird benötigt, um bestimmte Kunststoffverpackungen herzustellen. Durch das Recyceln von Verpackungen ist es also möglich, einen Kreislauf zu generieren, in dem Verpackungen nach dem Gebrauch recycelt werden und somit wiederverwendet werden können.

    Zusammengefasst bedeutet das Recyceln also: Weniger neu produzierte Verpackungen landen auf dem Markt, weniger Abfall wird produziert, natürliche Ressourcen werden geschont und weniger Treibhausgase werden ausgeschüttet. Eine solche Kreislaufwirtschaft ist entscheidend, um eine nachhaltige Zukunft für nachfolgende Generationen zu gewährleisten.

    Aber was hat das Ganze mit Verpackungslizenzierung zu tun?

    Eine effektive Kreislaufwirtschaft ist das Ziel, das wir in Deutschland anstreben. Bis zur Einführung des Verpackungsgesetzes wurde jedoch ein entscheidender Teil der Verkaufsverpackungen nicht recycelt. Um höhere Recyclingquoten zu erreichen und so zu einer nachhaltigen Zukunft beizutragen, ist das gemeinsame Übernehmen von Verantwortung wichtig. Recyclingsysteme wie z.B. Interseroh unterstützen die Entsorgung und das Recycling von Verpackungen, jedoch sind dies kostspielige Prozesse.

    Wozu verwenden duale Systeme die Lizenzentgelte?

    Mit den Lizenzentgelten zielt das Verpackungsgesetz darauf ab, diese Prozesse auf ein breites finanzielles Fundament zu stellen. Die Verantwortung des Recyclings liegt also nicht allein in den Händen von Recyclingunternehmen, sondern außerdem in den Händen der Hersteller und Händler, die Verkaufsverpackungen in den Umlauf bringen. Im Rahmen des Verpackungsgesetzes wird hier von der sogenannten Produktverantwortung gesprochen. Die Wahrnehmung der Produktverantwortung durch die Hersteller und Händler ist somit eine Grundvoraussetzung für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft, den Schutz unserer Umwelt und eine lebenswerte Welt für folgende Generationen.